Geschichte beginnt hier: Andreas’ Wohnhaus
Auf dem Weg zum Studio komme ich an einem Kriegerdenkmal vorbei. Wenn ich mit dem Auto gefahren bin ist es mir nie aufgefallen, da ich die strecke schon auswendig kenne, und nichtmehr darauf achte, was sich rechts und links neben mir befindet. Am Betonsockel des Denkmals ist eine Inschrift angebracht: "Es ist nur ein kleiner Schritt vom Streit zum Krieg, gehe ihn nicht!" Zunächst schenke ich der Inschrift keine Beachtung, da mit der Pompöse vergoldete und der rote klotz ins Auge stechen, nicht wirklich schön, aber doch ein Blickfang. Am Haus gegenüber des Denkmals öffnet sich eine Türe, eine wutentbrannte Frau stürzt heraus, und schreit ihren Mann, der nun ebenfalls aus der Türe blickt, an, anscheinend ging es um einen Krug, den der Mann zerbrochen hat, doch genaueres konnte ich nicht erfahren, da sich nun meine eigenen Gedanken überschlugen. Warum hatte ich wegen einer Lapalie, dem Lottoschein, so einen Streit angefangen? Mir wurde klar, dass es ein großer Fehler war, deswegen einen Streit anzufangen, denn was, wenn meine Frau mir einmal nichtmehr verzeiht, was wenn sie mich verlässt? Ich wollte diesen Gedanken garnicht fortführen, doch auch die Inschrift des Denkmals schürte diese Gedanken fortan. Um mich einen moment auszuruhen, und wieder klare Gedanken zu bekommen setze ich mich also an den Sockel des Denkmales. Einige Minuten später, mein Handy reißt mich mit einem Piepsen aus den Gedanken, eine SMS ist eingetroffen, ich öffne sie. Es war eine Nachricht meiner Frau, sie müsse schnell an den Flughafen, eine Bekannte abholen, aber das sei ja eigentlich eh egal, da sie mir ja scheinbar garnicht wichtig sei. Das hatte ich nun davon, sie glaubt nun allenernstes, dass sie mir nichtmehr wichtig sei. Im totalen Gefühlschaos befindlich sehe ich gerade noch, wie ein Taxi die Straße entlang fährt, ich stoppe es also, steige ein, und sage dem Fahrer, er solle mich zum Flughafen bringen. Fortsetzung folgt bald beim nächsten Grundstück! |